Pranayama

Pranayama/ Atem führen

Pranayama & Meditation 

Pranayama bedeutet Atem führen „prana a yama“. Es ist ein fester Bestandteil unserer Yogaklassen und die Basis des Unterrichts. Der Atem spielt die zentrale Rolle im Yoga. Der Atem ist gleichzusetzen mit dem Geist. Fließt der Atem entspannt, ist der Geist entspannt. In der Pranayama Klasse am Sonntag, die wir Atem/Meditation & Achtsamkeit nennen, praktizieren wir verschiedene Atemübungen. Die Arbeit mit dem Atem ist das Tor zu Achtsamkeit und zur Meditation. Wir versuchen uns ganz auf den Moment zu konzentrieren. In voller Aufmerksamkeit führen wir den Atem bewusst. Ganz ins „Sein“ zu kommen. Die Atemtechnik im Yoga ist die Ujjayi Atmung. Hierbei werden die Stimmritzen verengt (was beim Hauchen passiert) und es entsteht ein sanftes Rauschen in der Kehle, wie eine Art Meeresrauschen. Mit dieser Sanftheit sollte der Atem geführt werden. Es ist wichtig, keinerlei Ehrgeiz oder Druck aufzubauen. Der Atem wird ganz sanft und gezielt in einen gleichmäßigen Rhythmus gebracht. Es kann ein 4/4 Takt entstehen. Auf 4 Takte/Sekunden einatmen, auf 4 Takte/Sekunden aus. Je nach Atemvolumen und Möglichkeit kannst Du auch auf 5 oder 6 Sekunden einatmen und auf 5 oder 6 wieder aus. Das Nervensystem wird direkt beeinflusst und in Balance gebracht. Sympathikus (Aktive Teil), der mit dem Einatmen und Parasympathikus (ruhige/passive Teil) der mit dem Ausatmen in Verbindung steht. Wenn der Atem gleichmäßig fließt, fühlst du dich ausgeglichen. Um das Nervensystem zu beruhigen, z.Bsp. bei allen Arten von Stresssymptomen, wie Schlafstörungen, Hyperaktivität, „nicht mehr abschalten können“, versuchen wir über die Zeit, den Ausatem zu verlängern. Dies bedeutet auf 4 Takte einatmen, auf 6 bis 8 Takte aus. Über diese Technik wird der Parasympathikus aktiviert. Der beruhigende Teil des Nervensystems. Der mit Ausgeglichenheit, Liebe und Freude zu empfinden, in Verbindung steht.

Außerdem lernen wir den Atem zu lenken. Wir üben die Atemmuskulatur besser zu nutzen. Wenn wir im Stress sind, atmen wir sehr oberflächlich und sehr weit oben im Brustkorb. Wir lernen den Brustkorb zu öffnen, in die Rippen zu atmen, das Zwerchfell, als Hauptatemmuskel zu aktivieren, in den Bauch (sehr beruhigend) und in den Rücken zu atmen. Diese Übungen schaffen Räume im Körper und erfrischen die Organe. Es kann mehr Sauerstoff bereitgestellt werden. Das Blut wird gereinigt, das Verdauungssystem aktiviert (Agni- Verdauungsfeuer). So kann der Darm als Entgiftungsorgan gut arbeiten und dein Immunssystem wird gestärkt.

Pranayama beruhigt und klärt den Geist. Du steigerst Deine Energie und fühlst Dich glücklich und zufrieden. Im Einklang mit dir selbst.

Es gibt verschiedene Techniken im Pranayama. Zunächst reinigen und entgiften wir (Kriya’s), mit z.Bsp. Uddiyana Bandha Kriya, Kapalabhati, Jivan Bandha, Brahma Mudra, Nadi Shodana. Dann werden die klassischen Atemübungen wie gleichmäßiger und ungleichmäßiger Atemrhythmus, Surya Bhedana, Chandra Bhedana usw..geübt. Je nach Empfinden und Notwendigkeit können wir die Yin Energie (linker Nasenflügel) oder die Yang Energie (rechter Nasenflügel) aktivieren. Müssen wir eher „runterkommen“, oder benötigen wir Energie- oder Beides?

Im Anschluss an die verschiedenen Übungen, es werden meist 4-5 geübt, sitzen wir für 10-20 Minuten in Stille und gehen in die Meditation.

Mantras gehören zum Pranayama. Es sind die inneren Klänge. Sie schaffen Harmonie innen wie außen.

Wir chanten meist zu Beginn und zum Ende der Klasse Mantren, wie Om.

OM SHANTI